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NZZ Bericht stellt Sinnhaftigkeit von eAutos in Frage und die Machart wirft ernsthafte Fragen auf

Kleine Diesel sollen die beste Umweltbilanz haben und untere Mittelklasse eAutos bereits umweltschädlicher sein als Verbrenner, sagt zumindest mal der Verfasser des NZZ Berichts und missachtet dabei dass Tests ergaben, dass Diesel Autos sogar auf Betriebstemperatur heute in der Realität im Schnitt 11x mehr Abgase ausstossen als der gesetzliche Grenzwert erlaubt.

Der Bericht gibt leider keine Auskunft darüber, welche Abgase und Umweltschäden berücksichtigt wurden und es darf davon ausgegangen werden, dass offizielle geschönte NEFZ Statistiken mit durchschmittlich 42% zu tiefen Abgaswerten einflossen und die massiven Kalt-Start Abgase zusätzlich dazu ignoriert wurden. Jeder einzelne Kaltstart eines Verbrenners verursacht laut EMPA Studie Abgase in Höhe von 500-10’000 Km Fahrt und Kalt-Starts gibt es 2-3 pro Arbeitstag. Wenn dies einfliessen würde, müsste man nicht mehr abwägen und könnte man nicht mehr schönreden, zumal in der Schweiz jährlich 4‘000 Menschen an solchen Feinstaub Abgasen sterben.

 

Weshalb Atom-Müll explizit als eigene Kategorie aufgeführt wird, aber alle Abfälle und Umweltschäden für die Rohstoffgewinnung, Herstellung und den Transport von Energie aus anderen Rohstoffen verschwiegen wird, darf man sich auch fragen. Atom-Müll zu adressieren macht aufgrund der Millionen Jahre Endlagerung und dessen enormen Kosten und Umweltbelastung sehr viel Sinn, aber es gibt auch anderen und sauberen Strom. Wie diese Belastungen auf die Antriebsarten verrechnet wurde, wird nicht erwähnt. 

 

In der CKW Strom Region ist das Standard Strom Produkt für Privathaushaltungen 100% Wasserkraft Strom, der ja keinen Atom-Müll verursacht. Andererseits kann man sich fragen, wieviel Atom-Müll für den Strom zur Herstellung und den Vertrieb fossiler Energien eingerechnet wurde und auch da werden aufgrund tieferer Kosten vermehrt regenerative Energieformen anwandt, um die $ Bilanz zu verbessern. Wie weit das zweite Akku Leben als Netz- oder Haus-Speicher und die hohen Recycling Raten von fast 100% eingerechnet wurden, ist auch nicht erkennbar.

 

Mehr Fragen als Antworten, aber sicherlich ein Bericht im Rahmen des Rückzugsgefechtes der Verbrenner Industrie. Was die zitierte Studie des Bundes wirklich taugt und was sie bezwecken sollte, müsste genauer analysiert werden, aber auch bei der Schweden Studie mussten sie letztlich die unhaltbare Einseitigkeit und absolut untragbare Abgrenzung eingestehen und die Ergebnisse massiv korrigieren. Und plötzlich sieht die Bilanz zu Gunsten des eAutos ganz anders aus. Was das Ziel einer Information aus Sicht der Verfasser und deren Geldgeber ist, sollte dabei auch stets transparent werden und bei jeglicher Bewertung des Ergebnisses gebührend berücksichtigt werden. 

 

Fragen Sie doch mal Pensionierte, was für eine Welt sie ihren Enkeln und Grossenkeln wünschen würden. Kleine Benziner oder Diesel mit lokalen höchst Krebs erregenden Feinstaub Emmissionen mit tausenden unnötigen Toten oder lokal emissionsfrei Antriebe? Dessen menschliche Antwort deckt sich wohl kaum mit jener vieler Personen, die sich kurz- und mittelfristig am Karriere-Hamsterrad orientieren. Ja, man hält verständlicherweise lieber am Etablierten fest, als sich am unsicheren Besseren zu orientieren, aber leider war, ist und bleibt Fortschritt und Entwicklung unserer Gesellschaft stets mit Ungewissheit und auch Chancen verknüpft. Deshalb braucht es Pioniere, die Neues erproben und zur Reife bringen und weitsichtige Personen, welche Zukunftspotenziale früh erkennen und den richtigen Neuerungen den Weg zur Massentauglichkeit trotz oder gerade wegen unzähligen Skeptikern unbeirrt und effektiv ebnen. Nur selten sind diese Personen in Personalunion zu finden wie bei Elon Musk oder Steve Jobs. In der Regel sind es deshalb äusserst wertvolle Disziplin übergreifende Teams.